28. Aalener Jazzfest 2019

Von 6. bis 10. November 2019 treffen sich wieder die Größen der Jazz-Szene in Aalen.

28. Aalener Jazzfest 2019
28. Aalener Jazzfest 2019 (© kunterbunt e.V,)

In diesem Jahr holt das Aalener Jazzfest die Künstler mitten in die Stadt. Große Namen, faszinierende Newcomer, kreative Querdenker.

Die Veranstalter des Trägervereins kunterbunt e.V. organisieren das Aalener Jazzfest jedes Jahr - ohne Kommerz und mit angenehmen Eintrittspreisen. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass an den Festivaltagen sowie in der dreimonatigen Planungsphase alles reibungslos verläuft. Diese Kombination aus gemeinnütziger Kulturarbeit mit Management auf professionellem Niveau hat das Jazzfest unter die zehn größten Jazzfestivals in Deutschland gebracht.

Die Künstler

Ochepovsky Project

Ochepovsky
Ochepovsky (© Sergey Lemon)

Ost trifft West und andersrum

Sechs Jahre ist es her, dass Gitarrist, Bandleader und Komponist Igor Ochepovsky seinen künstlerischen Mittelpunkt von Russland nach Prag verlegt. Ochepovskys Musik bekommt meist das Label Fusion, in Wirklichkeit schafft er damit seine ganz eigenen Klangwelten, arbeitet mit klassischen Techniken und zeitgemäßen Grooves, kombiniert Elektronisches und Akustisches, traditionelle Themen mit unglaublichen Ideen und überbrückt die Musik von Ost und West. Ergebnis ist eine unerhörte Musik, der man hier leider selten begegnet, die von der ersten bis zur letzten Note vor Spannung knistert.

Duophonic - Peter Fessler und Alfonso Garrido

Duophonic - Peter Fessler und Alfonso Garrdio
Duophonic - Peter Fessler und Alfonso Garrdio (© privat)

Große Kunst

Dass der Mann mit der Mütze das Beste aus der Gitarre und den Stimmbändern herausholt, haben wir schon des Öfteren mit größtem Vergnügen genossen. Keine Frage, Fessler ist das, was der Schwabe als Käpsele bezeichnet, ein virtuoser Scatter, ein Gitarrist allererster Güte, ein Europäer mit einem perfekten Sinn für Brasilianisches, ein herausragender Melodiker mit einem unübertroffenen Sensorium für komplexe Rhythmen. Mit Alfonso Garrido bringt er einen Lateinamerikanischen Schlagwerker aufs aalenerjazzfest, den Deutsch-Chilenen, dessen Arsenal an vertrackten Rhythmen ähnlich umfangreich ist wie sein Instrumentarium an Perkussionswerkzeugen. Genial, keine Frage.

Ross, Fessler und Garrido

Ross, Fessler und Garrido
Ross, Fessler und Garrido (© privat)

Donnie und seine Freunde

Nach dem Konzert von Peter Fessler und Alfonso Garrido im Kino am Kocher geht der 7. November in der Bar Noir weiter, bei einer mitreißend coolen Jam Session, in der sich Lateinamerikanisches und House zu einem coolen Stilmix vereint, in der die Turntables mit Sounds von Gitarre, Stimme und Percussion zu einer Musik zusammen fließen, die das besondere, seltene Etwas hat.

Kimberose

Kimberose
Kimberose (© privat)

Stimmwunder, Wunderstimme

Hinter dem poetisch klingenden Namen Kimberose verbirgt sich keine Blume, sondern die Gruppe von Kimberly Kitson Mills, der 28-jährigen Singer-Songwriterin mit dem außergewöhnlichen Organ. Der Song "I’m Sorry" von 2017 ist der Startblock für ihre Karriere. Nach einem Fernsehauftritt liegt ihr ganz Frankreich zu Füßen, die Konzerte von Kimberose sind seither in der Regel ausverkauft. Ihre Stimme erinnert an die großen Diven von Jazz und Soul wie Billie Holiday, und sie bringt eine ansteckende Energie auf die Bühne, die das Herz berührt. 

Mario Biondi

Mario Biondi
Mario Biondi (© privat)

Super Mario

Mario Biondi findet sich mit seiner rauen, klangvollen Stimme und ca. zehn Platten auf Top-Plätzen der Charts, u.a. in Zusammenarbeit mit Sängerin Dee Dee Bridgewater und Gitarrist Bernard Butler. Sein Gesang ist ähnlich elegant wie seine perfekt sitzenden Anzüge. Mit seinem umfangreichen Repertoire bewegt er sich stilsicher zwischen R&B-Klassikern, Dancefloor-Jazz und streift auch, tatsächlich und Jahreszeit-bedingt, mal das Thema Weihnachtslieder.

Cosmo Kleins Aalen thing

Cosmo Klein
Cosmo Klein (© privat)

Der Phunkguerillero

Der Berliner mit dem Hut ist einer der erfolgreichsten deutschen Sänger, der auch die Luft in den Charts kennt. Er ist ein kreativer Komponist für viele Kollegen wie Sasha und Ben. Cosmo Kleins Aalen Thing ist ein Projekt, das extra für das aalenerjazzfest entsteht. Weil Cosmo´s Arbeitsweise bekannt ist, vermuten wir, dass er wie die Phunkguerilla arbeitet, ein Netzwerk aus europäischen Musikern und Komponisten, das in seinen Guerilla Sessions Ideen live auf der Bühne entwickelt, die anschließend von Cosmo Klein und Claus Fischer (Bass) im Studio umgesetzt werden. Anfang 2013 veröffentlicht Klein so das Album der Phunkguerilla auf seinem eigenen Label Cosmopolytix.

Matthew Whitaker

Matthew Whitaker
Matthew Whitaker (© privat)

Klein angefangen

Matthew Whitaker kommt drei Monate zu früh zur Welt, ist blind und beginnt seine Karriere mit drei Jahren auf einem kleinen Yamaha-Spielzeug-Keyboard, auf dem er das Wiegenlied "Twinkle, Twinkle, Little Star" spielt. Nach weltweiten Tourneen nimmt er frühzeitig seine erste Platte auf, "Outta the Box", mit von der Partie sind u.a. Christian McBride, Will Calhoun, Sammy Figueroa und James Carter. Er studiert zwar mit fünf Jahren Klavier, lernt das meiste aber nach Gehör. Whitaker zeigt seine große Klasse meist auf der Hammond B3 und dem Klavier. Er beherrscht aber auch Klarinette, Schlaginstrumente und E-Bass, alles zusammen mit einer selten gehörten Perfektion. Unglaublich. Und unglaublich gut. Wir wollen jetzt keine Vergleiche mit Mozart bemühen, aber Mathew Whitaker braucht sich wohl vor keinem Musiker zu verstecken.

Donnie Ross

Donnie Ross am Teller
Donnie Ross am Teller (© privat)

Donnie allein zu house

Einen Abend gehört die Bar Noir nur DJ Donnie Ross, und da ist fette Aftershow- Party. Am 8. November dreht der Housemeister allein am Teller, mit wunderbaren Grooves und einer Musik, die schnurstracks in die Beine geht.

Avery Sunshine

Singende Philosophin

Avery Sunshine ist ein Piano spielendes Stimmwunder, bewegt sich virtuos zwischen Soul, R&B, Funk und Gospel, nimmt Roy Ayers und Christian McBride mit ins Studio, überzeugt mit tierischem Groove und hat, tatsächlich, einen Abschluss in Philosophie. Sie ist wie viele professionelle Musiker aus Soul, Funk und Co. eine mitreißende Sängerin und nicht minder Pianistin, die über ihr Engagement in der schwarzen Kirchenmusik ins Feld der Schwarzen Musik findet.

Samy Deluxe und das DLX-Ensemble

Samy Deluxe
Samy Deluxe (© Janick Zebrowski)

Samy ganz groß

Jawoll, er hat uns sein Jawort fürs aalenerjazzfest 2019 gegeben. Der vielleicht beste deutsche Hip Hopper kommt unplugged mit seinem DLX-Ensemble, und das ist ca. 16 Köpfe groß. Eine genauere Vorstellung braucht Samy eigentlich nicht. Der Hamburger Junge interessiert sich um 1988 herum erstmals für Rap, hippt und hoppt in seinen Anfängen noch auf Englisch, bringt aber sein erstes Album 1997 schon auf Deutsch heraus. In den folgenden Jahren ist er regelmäßiger Gast in den oberen Regionen der Charts. Er schreibt, beeinflusst von amerikanischem Hip Hop, eigene deutsche Texte und entwickelt früh ein Talent für aggressive Freestyles. Die Fülle seiner Metaphern und seine komplexen Reime lassen ihn zu einer fixen Größe am deutschen MC-Himmel aufsteigen. Er ist zunächst mit seiner Gruppe No Nonsens aktiv. Ungezählte Features wie Gastauftritte bei Freundeskreis, den Stieber Twins, Main Concept, Eins Zwo, Ferris MC, den Beginnern, Das Bo und Fünf Sterne Deluxe festigen seinen Ruf. Ideen zeigt er auch, als er etliche fette Sneakers und eine Cap entwirft. Zu seinem Unplugged-Album tourt Samy Deluxe in diesem Herbst mit großer Besetzung, ca. 16 Musikerinnen und Musiker werden erwartet. Freuen wir uns auf den groovenden Hamburger, denn als Live Act ist er eine Rarität.

Laser Blended Vision Band

Laser Blended Vision Band
Laser Blended Vision Band (© privat)

Der Groovehistoriker aus London

Die Band um den Saxophon spielenden Augenoperateur, Multitalent und enger Partner von ZEISS in der Augenheilkunde, Dan Reinstein hat sich der Pflege von authentischem Groovegut gewidmet. Er spielt selten gehörte Perlen aus Hard Bop und Soul Jazz, in intimer Besetzung, mit direktem Draht zum Publikum. Es ist die Musik, die in den Sechzigern und Siebzigern groß wird und bis heute nicht weniger begeistert. Auch wenn man heutzutage nicht mehr die charakteristischen Rauchwolken in den Clubs zu sehen bekommt, ist es doch der Geist von Horace Silver, Cannonball Adderley oder Art Blakey, der über der Bühne schwebt.

Sheila E.

Sheila E.
Sheila E. (© privat)

The Prince-Ess

Fünf Drummerinnen führt der Rolling Stone unter den besten Hundert auf. Eine davon ist Sheila E., die uns beim diesjährigen aalenerjazzfest trommelnd und singend beehrt. Die Queen of Percussion, langjährige Schlagwerkerin von Prince, zeitweise auch seine Bandleaderin, blickt auf eine spannende Liste musikalischer Kooperationspartnerinnen und -partner zurück, aus Funk, Jazz und Pop wie Cyndi Lauper, Gloria Estefan, Alphonso Johnson, Lee Ritenour, Natalie Cole, Stevie Wonder, Patti LaBelle, Tito Puente, Billy Cobham, Diana Ross, Herbie Hancock, Marvin Gaye, Narada Michael Walden oder George Duke und viele, viele andere … Zu ihren besonderen Hits zählen "The Belle of St. Mark", "Sister Fate", and "A Love Bizarre", letzteres wird zu ihrem Signature Song.

Tortured Soul

Tortured Soul
Tortured Soul (© privat)

Denken Sie nicht an den Bandnamen

Bei Tortured Soul weiß man nie so genau, was die Herren so singen und spielen werden, House, Nu Jazz, Soul, Dancefloor Jazz könnte es sein, dazwischen lassen sie immer wieder Prince, Gilles Peterson, Kool and the Gang oder Jamiroquai durchblitzen. Das Ergebnis ist auf jeden Fall eine Musik, die das Gegenteil von Folter ist, durch Virtuosität besticht und jedes Publikum in rhythmische Bewegungen versetzt.

Ian Shaw

Ian Shaw
Ian Shaw (© Tim Francis)

Beschte

Der Waliser mit der sonoren Reibeisenstimme hat es schwarz auf weiß. 2004 und 2007 wird er zum besten Jazzsänger gekrönt, gewinnt den renommierten BBC Jazz Award, verewigt sich auf ca. 16 Alben mit illustren Gästen wie Cedar Walton, Lew Soloff, Peter Washington und Gesangskollege Mark Murphy. Geboren als walisisches Kleinstadtkind, studiert er Musik, wird Stand-up-Komiker und Plattenproduzent, ehe er sich mit vollem Engagement in den Jazzgesang stürzt, Clubs rund um den Globus bespielt, auch den legendären Ronnie Scott´s, tourt mal klein im Duo, mal groß mit seiner Very Big Band, tritt in Film und Radio auf und vergrößert stetig seine Anhängerschaft.

Luciel

Luciel
Luciel (© David Ertl)

Einfach guter Pop

Luciel ist ein Quintett aus Köln, das einfach guten Pop macht, und deshalb sind die Fünf auch verdientermaßen für den Preis der deutschen Schallplattenwirtschaft nominiert. Die erste EP ist raus, TV- und Radio-Auftritte ebenso. Wir freuen uns auf den Auftritt einer kultiviert groovenden Musik mit leichtem Latin Touch.