2005: Schubart-Literaturpreis an Henryk M. Broder verliehen

Vor rund 400 Gästen verlieh Aalens Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle heute Morgen im Rathausfoyer den Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen an den Schriftsteller und Journalisten Henryk M. Broder.

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Der Schubart-Literaturpreis feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Jubiläum und zählt damit zu den ältesten Literaturpreisen im Land. Er ist mit 12 000 Euro dotiert. Der Preis, so Pfeifle, habe dieser Stadt ein kulturpolitisches Image verschafft, das seine positive Wirkung nach innen und außen entfalte.

Nach den Statuten wird er an eine Persönlichkeit verliehen, deren literarische Leistung in der Tradition des freiheitlichen und aufklärerischen Denkens von Christian Friedrich Daniel Schubart (1739 – 1791) steht. „Diese Kriterien für eine Preisvergabe erfüllt der Preisträger des Jahres 2005, Henryk M. Broder, in hohem Maße.“ Der Preisträger gehöre zu den genauen Beobachtern, Analytikern und oft sehr scharfen Kritikern der politischen und gesellschaftlichen Zustände bei uns und an anderswo und stehe deshalb für die freiheitliche republikanische Tradition des deutschsprachigen Journalismus, so wie dies auch als erster Christian Friedrich Daniel Schubart getan habe.

Der Vorsitzende des Schubart-Literaturpreisgerichtes, Jochen Hieber, bezeichnete Henryk M. Broder als ehrenhaften und ehrenwerten deutschen Chronisten im Geiste Schubarts. Seine Kommentare, Kritiken und Essays könne man vornehmlich im Spiegel und in Spiegel Online nachlesen. Broder sei ein Vielschreiber, den man gerne liest. Sich mit Broder zu streiten und auseinander zu setzen, sei eine Aufputschdroge, die geistig und politisch fitter mache.

Er, so Henryk M. Broder in seiner Dankesrede, habe noch nie einen Preis für literarische Leistungen erhalten. Es sei für ihn eine große Ehre, in eine Galerie gestellt zu werden, die ihren Anfang bei Schubart nahm.

© Stadt Aalen, 02.01.2015