wortgewaltig 2015

Literatur. Musik. Meinungen.

"wortgewaltig“ – die neue Kulturreihe steht in der Tradition Schubarts. Pointiert, mutig und manchmal auch provozierend betrachten wortstarke Persönlichkeiten die Welt. Neue Perspektiven öffnen sich. Ob in Lesungen, Liedvorträgen, Poetry Slam, Filmen oder Diskussionsrunden, immer geht es in "wortgewaltig" wie bei Schubart um Worte, Töne und Meinungen.

Veranstalter
Stadt Aalen, Amt für Kultur und Tourismus
Marktplatz 30, 73430 Aalen

Vorverkauf
Karten sind in der Tourist-Information Aalen,
Telefon 07361 52-2357, oder über
www.reservix.de erhältlich.

Sonntag, 15. März: Verleihung des Schubart-Literaturpreises 2015

Katja Petrowskaja (© Heike Steinweg / Suhrkamp Verlag)

Sonntag, 15. März 2015, 11 Uhr
Stadthalle Aalen

Den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis erhält Katja Petrowskaja für ihre Erzählung „Vielleicht Esther“.

Der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis, der mit Unterstützung der Kreissparkasse Ostalb vergeben wird, geht in diesem Jahr an Karen Köhler. Ausgezeichnet wird das literarische Debüt der Theaterautorin, der Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“.

Mittwoch, 18. März: Vortrag und Lesung von Jörg Armbruster

Jörg Armbruster liest aus seinem aktuellen Buch über den „Brennpunkt Nahost“ (© WV)

Mittwoch, 18. März 2015, 20 Uhr
Rathausgalerie Aalen

Vortrag mit Lesung
Brennpunkt Nahost. Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens
Jörg Armbruster

Jörg Armbruster wird aus seinem 2013 veröffentlichten Buch „Brennpunkt Nahost. Die Zerstörung Syriens und das Versagen des Westens“ lesen. Bei Dreharbeiten für den Dokumentarfilm “Zwischen Krieg und Frieden – Der neue Nahe Osten” war der  Journalist vor zwei Jahren im nordsyrischen Aleppo angeschossen worden. Nach der dramatischen Rettung und Notoperation konnte er über die Türkei nach Stuttgart zurückgebracht werden.
In seinem Buch analysiert er die Ursachen der Nahostkonflikte: die Entwicklung nach dem arabischen Frühling in Ägypten und Tunesien, der verheerende Bürgerkrieg in Syrien, die fehlenden Perspektiven im Palästinakonflikt. Dabei gehen die Recherchen Armbrusters weit über die tagesaktuelle Berichterstattung hinaus. Welche politischen Kräfte wirken auf die Konflikte ein? Was denken und wollen die Menschen vor Ort? Warum kommt der Nahe Osten nicht zur Ruhe? Kann es eine Lösung geben? Jörg Armbruster zählt zu den besten Kennern dieser Region.

Armbruster, 1947 in Tübingen geboren, studierte Sozial- und Politikwissenschaften und arbeitete lange Jahre als Journalist beim Hörfunk des WDR und SDR. 1982 wechselte er zum Fernsehen. Als ARD-Korrespondent war er viele Jahre im Nahen und Mittleren Osten unterwegs und lebte in Kairo. Im Syrienkonflikt berichtete Armbruster aus Damaskus. Vielfach ausgezeichnet, erhielt Armbruster 2013 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und gemeinsam mit Martin Durm den  Leipziger Medienpreis „für die Freiheit und Zukunft der Medien.“

Karten im VVK: 12 €, ermäßigt 8 €

Sonntag, 22. März: Jazz und Poesie

Globus delicti
Globus delicti (© Stadt Aalen)

Sonntag, 22. März 2015, 11:30 UHR
Rathausgalerie Aalen

Jazz und Poesie
Globus delicti
Fritz Reutemann, Wolfgang Lackerschmid

Lackerschmid, einer der kreativsten und renommiertesten Jazz-Vibraphonisten verbindet seine Musik mit der Dichtkunst des politischen Lyrikers Reutemann. Es entsteht ein spannend-vibrierendes Gemeinschaftsprojekt, eine furiose Performance aus Wörtern und Klängen. Eigenwillig, spannend, hörenswert.

Karten im VVK: 12 €, ermäßigt 8 €

Mittwoch, 25. März: Literaturverfilmung

Mittwoch, 25. März 2015, 20 Uhr
Kino am Kocher

Im Labyrinth des Schweigens
Deutschland 2014, Regie Giulio Ricciarelli, mit Alexander Fehling, Gert Voss u.a.

Die Wirtschaft boomt, was kümmern uns die toten Juden? Auschwitz? Nie gehört. Die Alten verdrängen, die Jungen fragen nicht nach. Verdrängen, vergessen, vertuschen. Drei Begriffe, die den Umgang mit den Untaten des Dritten Reichs Ende der 1950er Jahre beschreiben. Das Nachkriegsdeutschland will nach vorne blicken, Petticoat und Rock'n'Roll repräsentieren die Zeichen der neuen Zeit. Dass die alte Zeit aber unter der Oberfläche gärt und die alten Seilschaften noch funktionieren, das wird dem jungen Staatsanwalt Johann Radmann schmerzlich bewusst, als er sich gegen den Willen seiner Vorgesetzten mit dem Fall eines Auschwitz-Überlebenden beschäftigt, der in einem Lehrer seinen ehemaligen Aufseher erkannt hat. Er stößt auf eine Mauer des Schweigens. Nur der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer unterstützt ihn. Je mehr er sich mit der brisanten Materie beschäftigt, umso mehr fixiert er sich auf die Suche nach Wahrheit, verliert sich dabei in einem Netz aus Schuld und Lügen.

Wie dieser Film begibt sich auch die Schubart-Preisträgerin Petrowskaja auf Spurensuche. Sie begibt sich auf Such- und Erinnerungsfahrten zu den Lebens- und Sterbeorten ihrer über Osteuropa verzweigten jüdischen Familie. Wer zeugt für die Wahrheit unserer Geschichte?  Dieser Frage spürt sowohl „Vielleicht Esther“ als auch der Film „Im Labyrinth des Schweigens“ nach.

Sonntag, 29. März: Lyrischer Spaziergang

Lyrischer Spaziergang
Lyrischer Spaziergang (© Stadt Aalen)

Sonntag, 29. März 2015, 14:30 Uhr
St.-Johann-Friedhof

Lyrischer Spaziergang
Frauenzimmer und Mannsbilder
Natascha Euteneier, Ermelinde Wudy

Was ist denn tatsächlich ein „Frauenzimmer”? Was macht ein „gestandenes Mannsbild” aus? Diese Klischees finden sich in zahlreichen Gedichten quer durch die Jahrhunderte. Durchaus mit einem Augenzwinkern spürt der Spaziergang diesen unterschiedlichen Vorstellungen in humorvollen, auch ernsten Gedichten nach.

Karten vor Ort: 3 €

Dienstag, 7. April: Literatur-Treff

Dienstag, 7. April 2015, 17 Uhr
Stadtbibliothek Aalen

Der monatliche  Treffpunkt von Freunden der Literatur und des guten Wortes in der Stadtbibliothek im Torhaus widmet sich im April ganz der Trägerin des Schubart-Literaturpreises 2015, Katja Petrowskaja. Dipl.-Bibl. Michael Steffel stellt Leben und Werk der 45jährigen Autorin vor.

Der Eintritt ist frei.

Freitag, 17. April: Text-Performance mit Musik

Esther Dischereit
Esther Dischereit (© Esther Dischereit)

Freitag, 17. April 2015, 20 Uhr
Rathausgalerie Aalen

Text-Performance in deutscher und türkischer Sprache mit Musik
"Blumen für Otello. Über die Verbrechen von Jena."
Esther Dischereit

Schüsse. Morde. In Serie. So klar, brutal und systematisch. Und eiskalt. Die Ermittlungsmaschinerie beginnt zu laufen – und scheitert. Einfühlsam und mit großer poetischer Kraft beschreibt die deutsch- jüdische Schriftstellerin Esther Dischereit, was die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) angerichtet, welche Lücken sie bei den Hinterbliebenen aufgerissen haben. Im Opernlibretto „Blumen für Otello“ wird deutlich, welche Vorurteile die Verbrechen möglich und ihre Aufklärung unmöglich gemacht haben.
Mit Sound und türkischen Texten von DJ Ipek Ipekcioglu.

Karten im VVK: 12 €, ermäßigt 8 €

Freitag, 24. April: Poetry Slam

Theresa Hahl
Theresa Hahl (© Theresa Hahl)

Freitag, 24. April 2015, 20 Uhr
Rathausgalerie Aalen

Poetry Slam
"Auf Zebrastreifen nach Afrika"
Theresa Hahl

Seit fünf Jahren ist die 25jährige Wortkünstlerin in der deutschsprachigen Spoken-Word-Szene aktiv. Mit wunderbar überraschenden, unglaublichen  Wortwendungen macht sie ihr Publikum atemlos. Sprache wird Musik, wird Sinn. Poetry Slam at it’s best.

Karten im VVK: 12 €, ermäßigt 8 €

1. März bis 26. April: Musikalischer Regen

Rathaus

Papier und Rauminstallation von Atif Gülücü
Musikalischer Regen

Der Wechselwirkung von Worten, Tönen und Malerei spürt der Künstler Atif Gülücü in seiner Papier- und Kunstinstallation „Musikalischer Regen“ im Rathaus Aalen nach. Eine Art „begehbares Musikstück“ nennt der Künstler seine Installation.

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