Rundum gelungene 42. Reichsstädter Tage

FRÖHLICHE UND FRIEDLICHE FESTTAGE

Hochsommerliche Temperaturen bis in die späten Abendstunden, abwechslungsreiche und unterhaltsame Bühnenprogramme, verkaufsoffener Sonntag und eine würdige und feierliche Eröffnungsfeier und keine besonderen Vorkommnisse – so in Kürze die Bilanz vom vergangenen Wochenende, als die 42. Reichsstädter Tage in der Aalener Innenstadt gefeiert wurden. Tausende strömten in die Innenstadt, um zu feiern, zu schauen, die leckeren Speisenangebote zu kosten, oder um sich mit Freunden zu treffen. Schließlich ist es Tradition, dass sich ehemalige Schulkameraden und langjährige Freunde zu den „Reichsstädter Däg“ in ihrer Heimatstadt einfinden. „Ein entspanntes und vor allem friedliches Fest. Es hat alles gepasst vom Wetter bis zu den Bühnenprogrammen“, freute sich Oberbürgermeister Rentschler.

Reichsstädter Tage 2016
Reichsstädter Tage 2016 (© Peter Kruppa)

„Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und den Rettungsdiensten, der Polizei und den Sicherheitskräften hat hervorragend funktioniert“, resümierte er nach Abschluss der Aufräumarbeiten. Er hatte am Wochenende die Delegationen aus den Partnerstädten begleitet und mit ihnen das Fest besucht.

Zum dritten Mal in seiner Amtszeit eröffnete Thilo Rentschler feierlich am Samstagmorgen das Stadtfest. Begleitet wurde der OB von Persönlichkeiten aus der Aalener Stadtgeschichte: Römer, Spion, Bergmann, Dichter Schubart und dem Eisenbahner.

Erstmalig fand die Eröffnungszeremonie vor dem Aufgang zum kleinen Sitzungssaal statt und der Oberbürgermeister sprach von der Empore vor dem Eingang zum Ratssaal. Zur Einstimmung besangen die „musikalischen Allzweckwaffen“ um Susanne Behringer im „Oalemer Lied“ das kommunalpolitische Geschehen der Stadt. Zahlreiche Aalener waren zur Eröffnung bei hochsommerlichen Temperaturen gekommen und der Oberbürgermeister konnte neben den Mitgliedern der Delegationen aus Aalens Partnerstädten viele Ehrengäste begrüßen. Traditionell umrahmte das Städtische Orchester die Eröffnungszeremonie und den Fassanstich.

EUROPA – EIN HAUS DES FRIEDENS, DER FREIHEIT UND DER VERSTÄNDIGUNG

Reichsstädter Tage 2016
Reichsstädter Tage 2016 (© Peter Kruppa)

In seiner Fest-Ansprache nahm Rentschler nicht nur zu wichtigen Themen der Kommunalpolitik Stellung, sondern schlug auch den Bogen zur Landes-, Bundes- und Europapolitik. Aalen lebe bereits seit vielen Jahren in seinen städtepartnerschaftlichen Verbindungen den Grundgedanken eines friedlichen, freiheitlichen und von Aussöhnung geprägten Europas. Die Art und Weise in der die Kanzlerin und der Außenminister in den letzten beiden Jahren ein Zeichen der Humanität gesetzt hätten, verdiene allerhöchsten Respekt, so der OB.

In diesem Kontext stehe auch die Spendenaktion für den Bau der Aalener Modellschule für syrische Flüchtlingskinder in Antakya. „Ich bin dankbar, dass wir auf kommunaler Ebene mithelfen und ein starkes Zeichen für Humanität und Verständigung setzen konnten!“.

INTEGRATION IST WICHTIGE AUFGABE DER STADTGESELLSCHAFT – APPELL FÜR MEHR TOLERANZ

Die Integration von Flüchtlingen in das Alltagsleben in Deutschland sei eine Aufgabe für die ganze Stadtgesellschaft, betonte Rentschler und zeigte sich überzeugt, dass Aalen diese Herausforderung auf lokaler Ebene meistern werde und nannte eine Reihe von gelungenen Integrationsprojekten.

AALEN WIRD NEU GESTALTET – EINE STADT IM AUFBRUCH – EINWOHNERZAHL NIMMT ZU

Die Summe von rund 2 Mrd. Euro, die in den nächsten Jahren von privater und öffentlicher Hand in Aalen investiert werden wird, sei Beweis für den sichtbaren Aufwärtstrend für Aalen und die gesamte Region, betonte der OB. „In ganz Aalen wird Vieles neu gestaltet und modernisiert. Die vielen Kräne über der Stadt sind Zeugen einer positiven Entwicklung und künden von der wachsenden Attraktivität unserer Stadt.“

Aalens Bevölkerung wachse und diesen Trend wolle die Stadt fördern, indem der Wohnungsbau angekurbelt werden soll. 100 Mio. Euro werden in den kommenden acht Jahren von der Wohnungsbau Aalen in den Bau von bezahlbarem Wohnraum in der Gesamtstadt fließen. Rentschler bekräftigte erneut die große Bedeutung der acht Ortschaften für die Flächenstadt Aalen. „Von diesen lebendigen Ortsteilen profitiert die Stadt insgesamt.“

STADT BRAUCHT ENGAGIERTE UND MOTIVIERTE BÜRGERSCHAFT

Rentschler würdigte das vielfältige ehrenamtliche Engagement in den Ortschaftsräten und im Gemeinderat, in den Kirchengemeinden, in den Vereinen und in zahlreichen sozialen Projekten. „Für ein funktionierendes Gemeinwesen brauchen wir eine aktive, motivierte Bürgerschaft, die mit Herzblut und Ideenreichtum für ihre Stadt eintritt.“

LANDESREGIERUNG GEFORDERT BEI WOHNRAUMFÖRDERUNG, HOCHSCHULAUSBAU UND ERWEITERUNG POLIZEIPRÄSIDIUM

Für das Wohnbauprogramm sei die Unterstützung des Landes unbedingt gefordert, appellierte er zum Abschluss seiner Ansprache an die neue Landesregierung. Insbesondere für den sozialen Wohnungsbau sei eine konkrete finanzielle Unterstützung von Landesseite unbedingt erforderlich, so der OB.

Auch der weitere Ausbau aller Hochschulen im Kreis mahnte er an, die Wirtschaftsunternehmen der Region benötigten gut ausgebildete Fachkräfte. Auch die Erweiterung des Polizeipräsidiums Aalens machte der OB zum Thema: Schließlich müsse man sich auf Entscheidungen einer Regierung verlassen können!

„Das schlagkräftige Polizeipräsidium für den Ostalbkreis, den Rems-Murr-Kreis und den Landkreis Schwäbisch Hall gehört schlicht und einfach nach Aalen!“, bekräftigte er unter anhaltendem Applaus der Anwesenden.

SUPER-BÜHNENPROGRAMM UND „KEINE BESONDEREN VORKOMMNISSE“

Lasershow
Lasershow (© Stadt Aalen)

Für alle Festbesucher und jeden Geschmack war in der Innenstadt ein tolles Programm mit zahlreichen Höhepunkten und Attraktionen geboten. Die statt dem Feuerwerk am Samstagabend auf dem vollbesetzten Gmünder Torplatz gezeigte Lasershow musste auf vielfachen Wunsch eine Zugabe geben. Bei den Auftritten der Bands „Last Credit“ und der „A-Band“ war jeder Platz belegt und es wurde kräftig mitgesungen und getanzt. Aber auch die Auftritte der Tanzgruppen und der Musikvereine verfolgten Hunderte von begeisterten Zuschauern und Zuhörern.

Während des gesamten Festes war die Sicherheitszentrale im kleinen Sitzungssaal stets mit Personal der Polizei, des Sicherheitsdienstes, der städtischen Ämter und der Rettungsdienste besetzt. Dort liefen alle Fäden zusammen und mit Hilfe von Webcams behielt man den Festverlauf im Auge.

„Keine besonderen Vorkommnisse“ kam die frohe Kunde nach Festende. Das konsequente Einhalten der Rettungswege führte dazu, dass generell ein besseres Durchkommen in der ganzen Innenstadt möglich war. Das im Vorfeld mit allen Beteiligten und der Sicherheitsfirma CM ausgearbeitete Konzept hat sich bewährt. Die Organisatoren wollen sich nach dem Fest zusammensetzen, um das Konzept für die folgenden Jahre noch weiter zu optimieren.

Rückblick auf die 42. Reichsstädter Tage