Programmübersicht

Datum Beginn Venue Band Preis
29.10.2016 19 Uhr ZEISS Forum Jacob Collier 30 Euro

Marialy Pacheco 30 Euro
Iiro Rantala & Ulf Wakenius 30 Euro
30.10.2016 11 Uhr ZEISS Forum Der Fuchs stiehlt die Gans: Jazz für Kinder
2.11.2016 20 Uhr Kino am Kocher Noise Adventures 35 Euro

Dieter Ilg Trio 35 Euro
3.11.2016 19.30 Uhr Mapal Stanley Clark Band 39 Euro
3.11.2016 21.30 Uhr Frapé Relaén
25 Euro

Max the Sax 25 Euro
4.11.2016 19 Uhr Stadthalle Aalen The Ballers
I AM KORNY
4.11.2016 22 Uhr Ramada Hotel Pimpy Panda 45 Euro
Ed Motta 45 Euro
LöFönk 45 Euro
5.11.2016 19 Uhr Stadthalle Aalen Gregory Porter Kategorie 1 (Sitzplatz im hinteren, ansteigenden Teil der Stadthalle) 59 Euro
Gregory Porter Kategorie 2 (Stehplatz im vorderen Teil der Stadthalle) 49 Euro
5.11.2016 22 Uhr Ramada Hotel Pimpy Panda

45 Euro


Myles Sanko 45 Euro
St. Germain 45 Euro
6.11.2016 14 Uhr Theater der Stadt Aalen Susan Weinert Fjord Project

35 Euro

Torun Eriksen 35 Euro
6.11.2016 20 Uhr Theater der Stadt Aalen The Brand New Heavies 35 Euro

ZWEIMANN-ORCHESTER: IIRO RANTALA & ULF WAKENIUS

ZWEIMANN-ORCHESTER: IIRO RANTALA & ULF WAKENIUS
ZWEIMANN-ORCHESTER: IIRO RANTALA & ULF WAKENIUS (© )

Bekannt gemacht, auch in Aalen, haben den Finnen Rantala sicher die 20 Jahre im Trio Töykeät. Mit viel Ironie, skurrilem Witz und einem untrüglichen Gefühl für ein abgefahrenes Repertoire drückt er dem Trio einen Stempel auf, den man nicht unbedingt im Zusammenhang mit einem Land erwartet, das bei uns mit langen, dunklen Wintern assoziiert wird. Nach dem Ende des Trios mit dem komplizierten Namen verkleinert Rantala den Rahmen für seine Musik, arbeitet erst noch mit Gitarrist und Beatboxer, dann in Duos und Solos, was der überragenden Qualität seiner Musik keinen Abbruch tut, denn Rantala ist ein wirklich großorchestraler Pianist. Auf „My History of Jazz“ gerät u.a. Bach unter seine Tasten, denn Rantala sieht ihn als einen Urvater des Jazz. Mit dem Schweden Ulf Wakenius, der dunkle Norden verbindet, hat er einen Partner mit einem interessanten musikalischen Lebenslauf entdeckt, der aus dem Rock zum Jazz findet, von John McLaughlin inspiriert, mit Randy Brecker, Jack DeJohnette, Steve Coleman, Gary Thomas, Herbie Hancock, Milt Jackson, Joe Henderson, Art Farmer, Toots Thielemans, Dennis Chambers, Niels-Henning Ørsted Pedersen oder Pat Metheny spielt, ja sogar das späte Oscar Peterson Trio zum Quartett macht. Mit Wakenius und Rantala treffen zwei große Geister aufeinander, der formaler denkende Schwede und der anarchisch-übermütige Finne, und man glaubt es erst mal nicht, dass sie nur zu zweit sind. Ergebnis ist ein Abend, dessen Ausgang man nie so richtig im Voraus einschätzen kann. Klar ist nur, dass er ein Highlight wird.

Samstag 29 10 2016, 19:00 Uhr, ZEISS Forum

AUF DEN FLÜGELN DER KARIBIK: MARIALY PACHECO

AUF DEN FLÜGELN DER KARIBIK: MARIALY PACHECO
AUF DEN FLÜGELN DER KARIBIK: MARIALY PACHECO (© )

Wenn man die Einflüsse auf die kubanische Musik verfolgt, landet man schnell in Afrika und Spanien, wo Nordafrika ebenfalls seine Spuren hinterlassen hat, und dann in der Karibik. Marialy Pacheco überblickt, fusioniert, veredelt das ganze Spektrum ihrer Heimat auf den 88 weißen und schwarzen Tasten eines Flügels, mit spielerischer Leichtigkeit, musikalischer Intelligenz und unwiderstehlichem Swing, mit komplexen Rhythmen, überraschenden Tempowechseln und der ganzen klanglichen Fülle eines XXL-Klaviers.

Samstag 29 10 2016, 19:00 Uhr, ZEISS Forum

UNSER MOZI: JACOB COLLIER

UNSER MOZI: JACOB COLLIER
UNSER MOZI: JACOB COLLIER (© )

Wir wollen jetzt nicht den genialen Salzburger bemühen, aber der 22jährige Brite Jacob Collier fällt vermutlich in die Kategorie der Wunderkinder, ein Multiinstrumentalist und Sänger, der in den letzten fünf Jahren seinen ganz ureigenen Stil entwickelt hat, eine Hochzeit aus Jazz, Funk, Soul und Brasilianischem. Leicht, locker, verspielt, swingend, immer wieder abwechslungsreich. Die Frage nach seinen Instrumenten beantwortet man am besten ex negativo, und da kann er wohl nur nicht mit den klassischen Blech- und Holzblasinstrumenten dienen. Bekannt machen ihn seine selbst gemachten Videos, im Londoner Reihenhaus, kein Witz, veröffentlicht bei youtube. Schnell nehmen ihn die Kollegen aus der oberen Etage wahr, Chick Corea, Herbie Hancock. Quincy Jones bietet sein Management an. Und der Junge sieht sich ganz nüchtern, britisch-ironisch „I´m weird“. Inzwischen ist die erste CD auf dem Markt, Collier ist da, wo jeder Musiker hin will. Und, hier schließt sich der Kreis zu oben, angefangen hat das alles tatsächlich mit Mozart, im Schulalter, in einer Nebenrolle der „Zauberflöte“.

Samstag 29 10 2016, 19:00 Uhr, ZEISS Forum

DER FUCHS STIEHLT DIE GANS: JAZZ FÜR KINDER

DER FUCHS STIEHLT DIE GANS: JAZZ FÜR KINDER
DER FUCHS STIEHLT DIE GANS: JAZZ FÜR KINDER (© )

Das Projekt Jazz für Kinder, das 2004 von führenden deutschen Jazzern begonnen wurde, begeistert seither in über 300 Aufführungen in Schulen, Kindergärten, Jazzclubs und Festivals Jazzfreunde aller Altersstufen. Die CD Hoppel Hoppel Rhythm Club – Vol. 2 der Formation wurde 2006 mit dem begehrten Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Musik spielt für die Gesundheit, die Entwicklung von Kreativität und Persönlichkeit bei Kindern eine enorm wichtige Rolle. Und wer im Leben das Glück hatte, einen engagierten Musikunterricht zu haben, wird dieses positive Erlebnis nie mehr vergessen. Von Gehirnforschern, Therapeuten und Lehrern wird auf den Zusammenhang von Kreativität und Lebensqualität hingewiesen, improvisatorische Fähigkeiten sind heute an jedem Arbeitsplatz erwünscht. Improvisation ist das wesentliche und wichtigste Element des JAZZ, man erfindet ganz spontan. Im Gegensatz zur Komposition, kann man in der Improvisation alles spielen, was einem einfällt und gefällt. Die Zuhörer erfahren etwas über die Entwicklung des Jazz, über die Instrumente und die Musiker der Zeit. Spielerisch und ohne Vorbedingungen werden theoretische Inhalte vermittelt wie Intervalle und Harmonielehre. Anschauliche und eingängige Musikbeispiele verknüpfen Vertrautes und Neues.  „Jazz für Kinder“ ist eine Veranstaltung , die große und kleine Kinder erreicht. Und das passiert auf der Bühne, live und ohne Filter: Der Fuchs stiehlt die Gans im Reggae und der Reiter rockt auf seinem Pferd. Der Bär probiert es mit Swing und Gemütlichkeit und zum Schluss fangen alle den Tiger! So oder so ähnlich. Laune und Energie, dass man es förmlich knistern hört . Wer will, bringt ein Rhythmusinstrument mit, z.B. einen Shaker. Wer keinen hat, baut sich einen: Kleine Blechdose und ein paar Reiskörner rein, kann auch Sand sein. Peter Lehel - Saxophon Thilo Wagner - Piano Mini Schulz - Kontrabass Obi Jenne - Drums

Sonntag 30 10 2016, 11:00 Uhr, ZEISS Forum

MACH DEIN DING: NOISE ADVENTURES - ECKHARD MESZELINSKY MEET’S DUCKTAPETICKET

MACH DEIN DING: NOISE ADVENTURES - ECKHARD MESZELINSKY MEET’S DUCKTAPETICKET
MACH DEIN DING: NOISE ADVENTURES - ECKHARD MESZELINSKY MEET’S DUCKTAPETICKET (© )

Erst prägt der Mann mit dem Hut als Lenker 19 Jahre lang die Leverkusener Jazztage. Dann nimmt Saxofonist Eckard Meszelinskys selbige Kopfbedeckung und vertauscht die Leitung des renommierten Festivals wieder mit seiner eigenen, selbst geschriebenen und gespielten Musik. 2015 erscheint „Blue Deja Vu“, „Noise Adventures“ ist Meszelinskys nächstes Projekt. Hochbegabte junge Musiker prägen seine Kompositionen. Als musikalischer Leiter des Programms wirkt der Pianist und Arrangeur Christian Dellacher. Er versetzt Meszelinskys Kompositionen in ein einzigartiges Crossover. Meszelinsky mit seinen Wurzeln im Art Rock der Siebziger trifft auf ein Streichertrio, das eher im Avantgarde Jazz angesiedelt ist. Gemeinsam mit Dellacher am Piano und Jan Niemeyer an den Drums entstehen so wunderschöne Klangwelten mit spannungsreichen und überraschenden Arrangements, die die Kreativität zweier Generationen zu überraschenden Klangabenteuern verbindet.

Mittwoch 2 11 2016, 20:00 Uhr, Kino am Kocher


JAZZ OVER BEETHOVEN: DIETER ILG

JAZZ OVER BEETHOVEN: DIETER ILG
JAZZ OVER BEETHOVEN: DIETER ILG (© )

Dieter Ilg ist ein Musiker, der mit dem untrüglichen Gespür eines musikalischen Trüffelhunds Themen mit einer Qualität fürs Ewige entdeckt, seien es Volkslieder (natürlich die echten), Parsifal, Kompositionen von Verdi oder jetzt von Beethoven, die er zum Projekt „Mein Beethoven“ zusammen fasst. Der Offenburger legt das Gerüst der Musik frei und transformiert die Stücke in einen Jazz, der ganz eigene Qualitäten besitzt, anders als die vielen verjazzten Stücke, die sich Komponisten wie Bach gefallen lassen mussten. Das Repertoire ist die eine Hälfte des Projekts. Die andere ist, dass Dieter Ilg, kein Wunder bei seiner musikalischen Biografie, ein grandioser Bassist ist, mit einem untrüglichen Sinn für die klangliche Reichhaltigkeit und den Swing, den der klassische Kontrabass entwickelt, wenn ein Musiker dahinter steht, dessen Curriculum Vitae u.a. Randy Brecker, Albert Mangelsdorff, Wolfgang Dauner, Nguyên Lê, Charlie Mariano, Rolf Kühn, Dave Liebman, Bennie Wallace, Dhafer Youssef, Nils Landgren, Rebekka Bakken, Till Brönner, Thomas Quasthoff, Mike Stern und viele andere große Namen umfasst, für die hier der Platz nicht ausreicht.

Mittwoch 2 11 2016, 21:15 Uhr, Kino am Kocher

HEY MR. BASSMAN: STANLEY CLARKE

HEY MR. BASSMAN: STANLEY CLARKE
HEY MR. BASSMAN: STANLEY CLARKE (© )

Einer der herausragenden Jazzgitarristen der letzten Jahrzehnte ist in Wahrheit ein Bassist, noch dazu einer, der seine fetten Grooves und die wundervollen Zwischentöne oft aus einem ganz traditionellen Kontrabass lockt. Stanley Clarke prägt wie der jung verstorbene Jaco Pastorious den Bass in einem Feld, das als Fusion, Rock Jazz oder Electric Jazz firmiert, den Graben zwischen Jazz und Pop überbrückt und dem Jazz ungeahnte Popularität beschert. Die Haare sind heute kürzer und die Bühnenoutfits bodenständiger als in den Siebzigern, aber die Musik ist mindestens ebenso mitreißend, v.a. wenn ein herausragender Könner wie Stanley Clarke am Bass steht oder sitzt, denn man hört es einfach, dass er eine künstlerische Entwicklung hinter sich hat, die bei Boppern wie Horace Silver, Art Blakey, Joe Henderson oder Dexter Gordon beginnt, progressivere Töne von Pharoah Sanders, Al Di Meola oder Gil Evans einschließt und mit Chick Coreas Return to Forever eine der besten und populärsten Fusiongruppen. Parallel dazu startet Clarke immer mehr Soloprojekte, u.a. mit George Duke, landet mit „School Days“ in den Charts, ein Album, das bis heute unwidersprochen als Höhepunkt des Bassspiels im elektrischen Jazz gilt. Heute ist Clarke eine Art Elder Statesman seines Instruments, der mit 65 auf eine unglaubliche Karriere zurück blickt und mit großem Spaß und eigenen Projekten tourt, wobei er sein Publikum nach wie vor bass erstaunt in die Nacht entlässt.

Donnerstag 3 11 2016, 19:30 Uhr, Mapal

SPRICH „REHLEIN“: RELAÉN

SPRICH „REHLEIN“: RELAÉN
SPRICH „REHLEIN“: RELAÉN (© )

Relaén? Das ist weder Irisch noch Französisch noch Klingonisch. So wurde Frontfrau Olivia als Kind genannt, ihrer hübschen Augen wegen. Inzwischen ist die Kindheit vorüber, und der Spitzname überträgt sich auf das Bandprojekt der Sängerin, die mit ihren Instrumentalkollegen zwischen Jazz, Funk, Soul, Hip Hop, Ambient und Psychedelic unterwegs ist. Wie sagt der unbekannte Mann an der Bar in Osnabrück: „Soul für Millenials. Jazz für neue Menschen. Groovende Beats mit Vintage Wärme. Nicht aus Samples, sondern aus Köpfen, Händen und Herzen. Relaén sind der Tesla unter den neuen Bands und mal eben das fresheste was es gerade aus Deutschland gibt.“ Danke, dem schließen wir uns voll und ganz an, denn besser hätten wir es sicher nicht gekonnt.

Donnerstag 3 11 2016, 21:30 Uhr, Frapé

Ö-BEAT: MAX THE SAX

Ö-BEAT: MAX THE SAX
Ö-BEAT: MAX THE SAX (© )

Der warme Klang eines Altsaxophons über einem Gewebe elektronischer Beats und handgemachter Rhythmen, das ist die konzeptionelle Basis von Max the Sax, auch wenn der Bandname eher nach brachialem Rock´n´Roll klingt. Markus Ecklmayr, so der gutbürgerliche Name von Frontman Max, entdeckt das Sax mit elf und studiert ganz seriös, hoffen wir jedenfalls, an der Anton Bruckner Universität in Linz, ehe er den Einflüssen von Jazz und Funk erliegt, den Electroswing mitprägt, mit seinem elektrisierenden, tanzbaren Groove und dem Kontrast zwischen elektronischen Rhythmen und akustischem Gebläse die Clubs und Festivals in Euphorie und Ekstase versetzt. Keine Frage: Basst scho ...

Donnerstag 3 11 2016, 22:45 Uhr, Frapé

RIGHT FROM THE POP-ACADEMY: THE BALLERS

RIGHT FROM THE POP-ACADEMY: THE BALLERS
RIGHT FROM THE POP-ACADEMY: THE BALLERS (© )

Für sie gibt es keine Kompromisse, kein Halten. Unter der Haube der Motor einer Diesellok. Sie fahren keine festen Strecken, sie richten sich nicht nach Weichen. The Ballers fahren mit rasanter Geschwindigkeit in Richtung musikalischer Grenzenlosigkeit. Der „Paintrain“ ist die Nummer, die neue Perspektiven öffnet, in die Beine fährt. Es ist das Wilde, die Freiheit und das Fernweh nach dem Unbekannten, was The Ballers zu dem macht was sie sind. Beide Bands gibt es für einen Abendkassenpreis von nur 10,00 € zu sehen, für Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei!


Freitag 4 11 2016, 19:00 Uhr, Stadthalle Aalen

FRIDAY IS LOCAL HEROE DAY!: I AM KORNY

FRIDAY IS LOCAL HEROE DAY!: I AM KORNY
FRIDAY IS LOCAL HEROE DAY!: I AM KORNY (© )

Der Ohio war es: I am Korny & the Bandits. An der Grenze zwischen Nord- und Südstaaten, an den Ufern des Ohio River, entdeckt I am Korny seinen Sound, er liegt zwischen Atlantik und Cincinnati, zwischen Vintage und Americana, zwischen Rock´n´Roll und Cadillac, immer mit einem kleinen Augenzwinkern und großen Songs, selbst geschrieben, gesungen und für die neue EP „Dancing with the Moon“ auch aufgenommen und gemischt. Raus aus der Provinz, rauf zum Mond, lautet seine bescheidene aber zutreffende Devise und zum 25. Aalener Jazzfest mit Unterstützung der Bandits.

Freitag 4 11 2016, 19:00 Uhr, Stadthalle Aalen

BAMBOOFY YOUR MIND: PIMPY PANDA

BAMBOOFY YOUR MIND: PIMPY PANDA
BAMBOOFY YOUR MIND: PIMPY PANDA (© )

Bei Pandas denken wir zuerst an gemütliche Zeitgenossen, die gemächlich ihren Bambus mümmeln und sich für nix Weiteres interessieren, oder an Masken, hinter denen Popstars angestrengt arbeiten. Ganz anders bei Pimpy Panda. Das Oktett spielt eine höllisch groovende, schweißnasse, tanzbare Musik vom knallharten Funk bis zum balladesken Soul, die voll in die Beine geht, mit erstklassigen Sängern und einer exzellenten Band mit dem bemerkenswerten Organisten und e-Pianisten Simon Oslender, ein Erlebnis auf der Bühne und als Konserve. Pimpy Panda ist eine weitere elektrisierende Entdeckung des Aalener Jazzfests, von der man in den nächsten Jahren sicher noch viel mehr Mitreißendes hören wird. Get in the Groove …

Freitag 4 11 2016, 22:00 Uhr, Ramada Hotel

Samstag 5 11 2016, 22:00 Uhr, Ramada Hotel

GOT A LOTTA MOTTA: ED MOTTA

GOT A LOTTA MOTTA: ED MOTTA
GOT A LOTTA MOTTA: ED MOTTA (© )

In seiner Heimat Brasilien längst ein Star, ist der frühere Geheimtipp in Europa längst nicht mehr geheim. Der Hüne aus Rio fegt mit Urgewalt über die Bühne, hat sich eine musikalische Nische geschaffen, die die filigranen Rhythmen seiner Heimat mit den kräftigen Grooves aus Funk und Soul verbindet. Sein zwölftes Album „AOR“ bringt er jetzt parallel portugiesisch und englisch heraus, übersetzt hat es Earl Zinger, Galliano-Frontman und Kruder/Dorfmeister-MC. Die Musik spricht dagegen eine Sprache, die im Dancefloorbereich ebenso gut verstanden wird wie auf dem North Sea Festival, tanzbar, originell, abwechslungsreich. Ed Mottas Onkel, Brasil-Soul-Star Tim Maia empfiehlt Mottas Publikum, man solle sich ein Hawaii-Hemd á la Magnum anziehen, dazu Slipper ohne Socken wie in Miami Vice, sich in ein Cabrio setzen und an Kokosnusspalmen vorbei in den Sonnenuntergang cruisen. Das mit den Palmen können wir Ihnen leider nicht bieten. Und wenn es mit dem Rest nicht so recht klappt, immerhin reden wir vom November, sind Sie uns trotzdem auch so herzlich willkommen.

Freitag 4 11 2016, 23:00 Uhr, Ramada Hotel

LÖ FÖNK: ELECTRO DELUXE

LÖ FÖNK: ELECTRO DELUXE
LÖ FÖNK: ELECTRO DELUXE (© )

Funk und Soul, Nu Jazz, Dancefloor, hart, direkt, unverdünnt, kompromisslos, verschwitzt, tanzbar, groovend, perfekt eingespielt nach 15 Jahren erfolgreicher Tourneen durch kleine Clubs und große Festivals, das ist die Band, deren Name fälschlicherweise an den einer Waschmaschine erinnert. Die Franzosen von Electro Deluxe, denen der Amerikaner James Copley seine mächtige Stimme leiht, machen eine Musik, deren Urgewalt in Bauch und Beine knallt, deren jazzmäßige Virtuosität den Kopf anregt und die so ziemlich das Beste spielt, was sich aktuell in der Funkjazzdancefloor-Ecke tummelt. Vive le grouve oder so ähnlich …

Freitag 4 11 2016, 00:30 Uhr, Ramada Hotel

25 JAHRE JAZZFEST: GRATULATION MIT GREGORY PORTER

Gregory Porter (© )

Das 23. Aalener Jazzfest 2014 hat er bereits begeistert, der volltönende Bariton mit der seltsamen Mütze. Wer den wohl besten Jazzsänger und – songwriter unserer Zeit verpasst hat, braucht nicht in Trauer zu verfallen, denn pünktlich zum 25. Jubiläum des Jazzfests im November kommt noch einmal die Chance auf Gregory Porter live und mit seiner neuesten, mittlerweile fünften Scheibe im Gepäck. „Take Me to the Alley“ heißt sie, erschienen wieder beim legendären Label Blue Note. Porter geht weiter seinen Weg zwischen Zeitlosem und Zeitgenössischem, zwischen Jazz und Soul, elektrisierenden Grooves und politischem Bewusstsein. Seine Karriere wird immer vielschichtiger und spannender. Er singt, komponiert, nimmt auf, veredelt Platten u.a. von David Murray, Dianne Reeves oder Jamie Cullum und ist regelmäßig auf Tour. So regelmäßig, dass er seine Wahlheimat Brooklin wieder gegen das heimatliche, bodenständigere Bakersfield in Kalifornien zurück getauscht hat. Am Samstag, den 5. November 2016 um 19:00 h, gehört die Aalener Stadthalle Mr. Porter. Das Tragen von Mützen ist optional, keineswegs verpflichtend. Tickets sind unter den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Und weil Gregory Porter selbst am 4. November 45 wird, gratulieren wir auch ihm bei dieser Gelegenheit schon ganz herzlich und wünschen ihm, auch in unserem Interesse als überzeugte Freunde seiner Kunst, weiterhin eine so großartige künstlerische und persönliche Entwicklung.

Reservierungen auch im Rahmen der Festival- und Tagespässe sind jetzt schon möglich. Sprechen Sie einfach mit dem Festivalbüro oder schicken Sie uns eine Mail: info@aalener-jazzfest.de

Samstag 5 11 2016, 19:00 Uhr, Stadthalle Aalen

SOUL-BROTHER NR. 1: MYLES SANKO

SOUL-BROTHER NR. 1: MYLES SANKO
SOUL-BROTHER NR. 1: MYLES SANKO (© )

Die afrokaribische Community in England ist für viele musikalische Entwicklungen verantwortlich, die populärste ist vermutlich der wunderbare Brit-Soul. Ob Myles Sanko nun einer der besten Sänger des zeitgenössischen britischen Soul ist oder einfach der beste, wollen wir nicht ex cathedra entscheiden. Das letzte Wort haben wie immer unsere Gäste. Klar ist nur, dass er mit seinem brillanten Tenor die Elemente des klassischen Soul mit dem aktuellen R & B vereint, harten, tanzbaren Funk und emotionale Balladen singt und mit seiner erstklassigen Band große Säle und kleine Clubs zum Kochen bringt.

Samstag 5 11 2016, 23:00 Uhr, Ramada Hotel

BACK IN DA HOUSE: ST GERMAIN

BACK IN DA HOUSE: ST GERMAIN
BACK IN DA HOUSE: ST GERMAIN (© )

Schon im Jahr 2000 ist er eine der Sensationen des Aalener Jazzfests, der Franzose mit dem royal klingenden Künstlernamen aus der ehemals royalen Stadt Saint-Germain-en-Laye, die von Ludwig XIV. bis Debussy diverse Könige und Künstler hervorgebracht hat, zu deren letzteren wir auch die Kicker von PSG zählen wollen. Ludovic Navarre, so der Klarname von St Germain, ist Musiker, Arrangeur, Soundtüftler, Bandleader, Gehirn, ein wahres Multi-Genie, das mit einer richtigen Band ein hypnotisch groovendes Gebräu aus House, Jazz, Funk, Blues, Ethno und anderen Zutaten auf die Bühne und ins Studio bringt. Seine eigenen Instrumente sind Elektronik, Komposition und Arrangements. Obwohl er gelegentlich Samples verwendet, ist es eine Musik, die lebt, die nicht nur aus dem Notebook kommt. Jetzt ist er, endlich muss man sagen, wieder zurück auf dem Jazzfest, im Gepäck ein neues Album, schlicht „St Germain“ betitelt.

Samstag 5 11 2016, 00:30 Uhr, Ramada Hotel

NORWEGEN IST ÜBERALL: SUSAN WEINERT FJORD PROJECT

NORWEGEN IST ÜBERALL: SUSAN WEINERT FJORD PROJECT
NORWEGEN IST ÜBERALL: SUSAN WEINERT FJORD PROJECT (© )

Sind wir nicht alle ein bisschen Skandinavien? Vermutlich schon. Der hohe Norden und seine Musik besitzen auf Südländerinnen und Südländer wie uns eine regelrecht hypnotische Anziehungskraft. Dass Susan Weinert eine der besten deutschen Jazzgitarristinnen ist, brauchen wir hier nicht zu erwähnen, nach zahlreichen erstklassigen Jazzfest-Gastspielen mit Mann und Bassist Martin. Zusammen ergibt das eine ästhetisch herausragende musikalische Reise in die melancholische Weite und Tiefgründigkeit des Nordens, denn Susan und Martin Weinert schließen an ihre letzte Platte „Fjord“ jetzt eine Tour mit der norwegischen Sängerin Torun Eriksen an, die auch mit eigener Band beim Jazzfest auftritt und selber Teil von „Fjord“ ist.

Sonntag 6 11 2016, 14:00 Uhr, Theater der Stadt Aalen

AUS DEM HOHEN NORDEN IN DEN TIEFEN SÜDEN: TORUN ERIKSEN

AUS DEM HOHEN NORDEN IN DEN TIEFEN SÜDEN: TORUN ERIKSEN
AUS DEM HOHEN NORDEN IN DEN TIEFEN SÜDEN: TORUN ERIKSEN (© )

Wie es sein kann, dass fast alle Skandinavierinnen und Skandinavier erstklassige Jazzmusiker werden, ob es im Norden ein spezielles Gen gibt, werden wir oft gefragt und wissen doch keine Antwort. Nur so viel: Torun Eriksen hat sich in den vergangenen 13 Jahren seit ihrem Plattendebut zu einer der faszinierendsten Gesangsstimmen Norwegens entwickelt. Inzwischen stehen 5 Alben in ihrer Discografie, und dabei bleibt es sicher nicht. Eriksen singt wunderbar kühl/cool, gelegentlich mit einer anrührenden Weltferne, die selbst den beiden Möpsen in ihrem Video zum Song „Beat Angels“ einen melancholisch-sehnsuchtsvollen Ausdruck ins knittrige Gesicht zaubert.

Sonntag 6 11 2016, 15:15 Uhr, Theater der Stadt Aalen

YOU GUYS SOUND GREAT: THE BRAND NEW HEAVIES

Wer dieses Kompliment vom Godfather of Soul persönlich bekommt, hat eigentlich keine weitere Vorstellung nötig. Trotzdem gehen wir auf die Suche nach dem Ursprung ihres Namens und finden, wieder beim Godfather, die Auflösung. Er wurde eine Zeit lang in seinem typischen Understatement als Minister of New Super Heavy Funk plakatiert. Inzwischen sind die Heavies aus der brandneuen Londoner Vorstadtband von 1985 zu weltweiten Leitfiguren eines hart groovenden, funk- und soulorientierten Acid Jazz mit ewigem Leben geworden, mit über 2 Mio. verkauften Alben, zahllosen Singles und Chart-Platzierungen, erstaunlich für eine Band, die aus dem Dancefloor-Jazz kommt. Noch erstaunlicher: Der Kern der Band ist nach wie vor mit von der Partie bzw. Party, Jan Kincaid, Simon Bartholomew und Andrew Levy, die Gründungsmitglieder, um sie herum eine Band, die auch für Begegnungen mit Hip Hoppern offen ist und doch ihren typischen Sound auch nach fast 30 Jahren immer noch pflegt.

Sonntag 6 11 2016, 20:00 Uhr, Theater der Stadt Aalen